Bakterien, Pilze und fehlende Milchsäurebakterien können wiederkehrende Scheiden-Infektionen auslösen.
Scheiden-Entzündung wirksam bekämpfen mit 3-Jahres-Schutz-Impfung
Jucken, Brennen, Schmerzen
Der häufigste Grund für den Besuch beim Gynäkologen:Bei fünf Millionen Frauen in Deutschland verursachen Bakterien und Hefepilze Scheiden-Entzündungen (Kolpitiden).
Früher vermutete man mangelnde Hygiene oder häufig wechselnde Partner für die Entstehung einer Kolpitis. Inzwischen weiß man: Die Ursache der Scheiden-Entzündung ist ein lokaler Immundefekt der Scheide. Bakterien und Pilze im Körper sind zunächst etwas völlig Normales. Problematisch wird es erst dann, wenn diese die Abwehr der Haut oder Schleimhaut beeinträchtigen.
Die so genannte Döderlein-Flora dient als bakterieller Selbstschutz der Scheide. Um Krankheitserreger abzuwehren, bildet die Döderlein-Flora Milchsäure und Wasserstoffperoxid. Werden die Milchsäure-Bakterien geschwächt, ändert sich der Säuregehalt der Scheide: Eine Scheiden-Entzündung kann entstehen.
Salben und Zäpfchen helfen nicht auf Dauer!
Die Kolpitis kann chronisch werden, besonders wenn ein lokaler Immundefekt vorliegt. Hier versagen die natürlichen Abwehrzellen und die Erreger können sich ungestört ausbreiten. Ein verbreitetes Problem: Jede fünfte Patientin erkrankt mehrmals jährlich an einer Scheiden-Entzündung.
Gegen die akuten Beschwerden gibt es verschiedene Zäpfchen und Salben. Diese wirken jedoch nur kurzfristig. Die Ursache der Scheidenentzündung – eine Abwehrschwäche der Scheidenhaut – bleibt. Ein Medikament zur Steigerung der Abwehrkräfte im Scheidenmilieu kann dagegen langfristig helfen.
Was können Sie selbst tun?
Auch wenn Sie das Gefühl haben, sich ständig im Genitalbereich waschen zu müssen – übertreiben Sie es bitte nicht! Seifen können den natürlichen Säureschutzmantel angreifen. Auch Intimsprays und luftundurchlässige Slipeinlagen irritieren die Scheidenschleimhaut.
Zuviel Stress schwächt Ihr Immunsystem. Entspannen Sie oder bewegen Sie sich an der frischen Luft. Sie und Ihr Immunsystem sind dadurch belastbarer und nicht so anfällig.
Enge Kleidung und Unterwäsche aus Kunstfasern begünstigen die Veränderung der Scheidenschleimhaut, denn für unerwünschte Bakterien und Pilze ist warmes, feuchtes und sauerstoffarmes Klima ideal.
Helfen Sie Ihrem Körper mit ausgewogener Ernährung und Vitaminen, fit und abwehrstark zu bleiben.
Ein Impfstoff zur Prophylaxe
Bakterien, Pilze und fehlende Milchsäurebakterien können wiederkehrende Scheiden-Infektionen auslösen.
Ein Impfstoff zur Prophylaxe oder auch zur Therapie bei chronisch gewordener Scheiden- Entzündung kann Ihnen dabei helfen. Dieses Medikament stärkt die Abwehrkräfte in der Scheide und bringt die Scheidenhaut wieder in ihr biologisches Gleichgewicht. Die Döderlein-Flora wird wieder hergestellt – und Ihr Körper wird auf natürliche Art und Weise mit den Krankheitserregern fertig.
3 Spritzen bieten einen Kolpitis-Schutz für 6- 12 Monate. Mit der vierten Impfungnach 12 Monaten sind Sie bis zu 36 Monate geschützt.
Die Impfung
Wir geben Ihnen eine Spritze in den Oberarm. Die ersten 3 Spritzen, im Abstand von jeweils 2 Wochen, bieten Ihnen einen Grundschutz. Nach 6-12 Monaten frischen Sie die Impfung auf. Wenn Sie das vorgegebene Impfschema einhalten, bietet Ihnen der Impfstoff langfristigen Schutz.
Sprechen Sie mit uns – wir beraten Sie gern!
Die häufigsten Fragen zur Scheiden-Entzündung:
Mit der Impfung sollten Sie sofort beginnen. Leiden Sie zur Zeit unter einer Scheiden-Entzündung, können wir Ihnen zusätzlich örtlich wirksame Mittel verordnen.
Wie bei allen Impfungen bekommen Sie eine Injektion in den Muskel. Gelegentlich kann es (wie bei jeder Immunisierung) zu lokalen Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle kommen. Selten auch zu Temperaturanstieg und Kopfschmerzen.
Die so genannten inaktiven Lactobazillen verbessern Ihren Immunstatus und können Sie dadurch wirksam vor weiteren Infektionen schützen.
Damit Ihr Immunsystem Sie vor Infektionen schützen kann, müssen Sie eine ausreichende Anzahl Antikörper bilden. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Impfstoff bereits nach ca. 4 - 6 Wochen vor Neu-Infektionen schützt.
Sie sollten sich nicht impfen lassen, wenn Sie schwanger sind, in der Stillzeit oder wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist (z. B. Grippe). Während einer Behandlung mit Immunsuppressiva oder unter Strahlentherapie ist die Wirkung des Impfstoffes herabgesetzt.
Nach 6-12 Monaten. Danach sind Sie für ca. 2 weitere Jahre geschützt.
Wenn mehrere Jahre mit den Impfungen ausgesetzt wurde, sollten Sie wieder mit der Grundimmunisierung beginnen. Die erste Auffrischung kann nach 6-12 Monaten, weitere Auffrischungen können alle 2 Jahre erfolgen.