Abk. für (engl.) acquired immune(o) deficiency syndrome (erworbenes Immundefektsyndrom); erstmals 1981 beschriebenes Krankheitsbild, das durch eine ausgeprägte zelluläre Immunschwäche mit rezidivierenden Erkrankungen an opportunistischen Erregern* u. Parasiten* sowie spezif. Malignome wie Kaposi*-Sarkom u. Lymphome gekennzeichnet ist; ausgelöst wird die zelluläre Immunschwäche durch die neuro- u. lymphotropen Viren HIV-1 u. HIV-2 (s. HIV). AIDS entspricht definitorisch dem Stadium 3 der HIV*-Erkrankung.
Alzheimer-Krankheit (p): syn. Demenz vom Alzheimer-Typ; progrediente Hirnatrophie, die ab dem 40. Lj. v. a. bei Frauen auftritt; fam. Häufung möglich; Urs.: unklar; diskutiert werden v. a. genetische (Mutationen versch. Genorte auf den Chromosomen 14, 19 u. 21 bei familiärem Auftreten) od. metabolische Störungen sowie Slow virus infections. Sympt.: zu Beginn v. a. Gedächtnisstörungen; im weiteren Verlauf stehen Unruhe, Akathisie, Orientierungsstörungen, Aphasie, Agnosie, Apraxie, räuml. Störungen u. evtl. Euphorie od. Depression im Vordergrund.
Androgene: Sammelbegriff für die männl. Sexualhormone, die im Hoden und in kleine Mengen auch im Ovar u. der Nebennierenrinde gebildet werden;
lat. pe.ctus, pe.ctoris Brust : syn. Stenokardie; auch Brustenge, Herzenge; Bez. für die typ. Symptome einer akuten Koronarinsuffizienz mit plötzlich einsetzenden, Sek. bis Min. anhaltenden Schmerzen im Brustkorb (meist retrosternal), die in die li. (seltener re.) Schulter-Arm-Hand-Region bzw. in die Hals-Unterkiefer-Region sowie auch in den Rücken ausstrahlen ; häufig besteht ein gürtelförmiges Engegefühl um den Brustkorb mit Erstickungsanfall u. Atemnot bis zu Vernichtungsgefühl u. Todesangst; Auslösung durch körperl. Anstrengung, Aufregungen, Kälte, evtl. schwere Mahlzeiten;
Lehre von den wissenschaftl. Grundlagen u. prakt. Erfordernissen der Allgemeinanästhesie (Narkose*) bzw. rückenmarknaher od. örtl. Betäubungsverfahren (Lokalanästhesie*); die Aufgaben des Anästhesiologen umfassen dabei: präoperative Untersuchung des Pat., Wahl des Narkoseverfahrens, Überwachung der Narkose (ggf. Blutersatz u. Schockbehandlung während einer Op.) u. Intensivüberwachung frischoperierter Pat.; weiterhin die Versorgung vital bedrohter Notfallpatienten (s. Notfallmedizin) sowie Schmerztherapie*.
(gr. a,«sqma das schwere Atemholen, Atemnot) n: anfallsweise auftretende hochgradige Atemnot.
umgangssprachl. Bez. Arterienverkalkung; wichtigste u. häufigste krankhafte Veränderung der Arterien mit Verhärtung, Verdickung, Elastizitätsverlust u. Lichtungseinengung.
Rückbildung eines Organs od. Gewebes.
Extra|uterin|gravidität : Abk. EU; Schwangerschaft außerh. der Gebärmutter (sog. Bauchhöhlen- od. ektopische Schwangerschaft); Lok.: Tube (Tubargravidität*, häufigste Form), Eierstock (Ovarialgravidität*), Bauchhöhle (Abdominalgravidität im Peritoneum);
Kadmium; chem. Element, Symbol Cd, OZ 48, rel. Atommasse 112,41, spezif. Gewicht 8,64; zur Zinkgruppe gehörendes, silberweißes, bei 321 ¡C schmelzendes, weiches Metall; physiol. Funktionen nicht bekannt, zunehmende Bedeutung als Umweltgift Cadmiumvergiftung (-): durch Einatmen von cadmiumhaltigem Rauch, Dampf od. Staub bzw. durch Ingestion von Cadmium hervorgerufene Schwermetallvergiftung; die Giftwirkung beruht auf einer Hemmung von SH*-Enzymen (LD 30-50 mg Cd per os). Sympt.: 1. akute Vergiftung: bei peroraler C. nach --1 Std. Speichelfluß, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Krämpfe, Kollaps; bei Inhalation (Cadmiumoxiddampf) ähnl. einer Vergiftung mit nitrosen Gasen mit Entw. eines Lungenödems, bronchopneumon. Prozessen u. gelegentl. Leberschädigung nach einer Latenz von 1-30 Std.; 2. chron. Vergiftung mit Rhinitis, Anosmie u. goldgelber, ringförmiger Verfärbung am Zahnhals; später Proteinurie, rheumatoide Schmerzen in Becken, LWS u. Gliedmaßen, Ausbildung einer Osteoporose mit transversaler Knochenspaltung (Milkman-Syndrom
syn. Gelbkörper; entsteht im Ovar nach dem Eisprung aus dem gesprungenen Follikel (gelegentl. auch aus einem nicht geplatzten Follikel), Bildungsort von Östrogenen u. Corpus-luteum-Hormon (Progesteron)
Depression (lat. deprimere, depre.ssus niederdrücken, herabziehen) f: 1. (anat.) Knochenvertiefung, -eindruck, häufiger als Impressio bezeichnet; 2. (psychiatr.) diagn. unspezif. Bez. für eine Störung der Affektivität, bei der ein depressives Syndrom im Vordergrund steht. Je nach Dauer, Intensität od. Periodik des Auftretens ist die depressive Stimmungsänderung u. U. pathologisch; in Abhängigkeit von der Schwere der depressiven Sympt. bzw. vom Vorliegen adäquater äußerer Auslöser od. org. Erkrankungen sowie aufgrund des Verlaufs kann eine nosolog. Zuordnung getroffen werden: D. als Teil einer org. Erkrankung (s. Depression, somatogene), als körperlich nicht begründbare D. (s. Depression, endogene) od. als psychoreaktive Erkr. (s. Depression, psychogene);
cave: bei jeder Form von D. besteht ein potentielles Suizidrisiko!
Blind|versuch: Versuchsanordnung z. B. bei einer klin. Therapiestudie, bei der zur Vermeidung von unbewußten u. ungewollten Verfälschungen der Ergebnisse die Probanden od. Patienten nicht wissen, welche der getesteten Mittel (z. B. Wirksubstanz od. Plazebo) bei ihnen angewendet werden. Beim Doppelblindversuch kennt auch der Versuchsleiter die Zuordnung Mittel/Versuchsteilnehmer nicht; sie wird ihm erst nach Studienabschluß bekannt. Die Zuteilung der Probanden od. Patienten zur Test- od. Kontrollgruppe erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Randomisierung) anhand bes. statist.-mathemat. Auswahlverfahren; beim Crossover-Versuch werden Test- u. Kontrollgruppe vertauscht. Die Zulässigkeit des B. hängt u. a. von der Einwilligung des Versuchsteilnehmers ab. Vgl. Arzneimittelprüfung.
ursprünglich das Nichtzusammenpassen in der Ehe; heute unpräzise Sammelbez. für Schmerzen (bei Mann u. Frau) während des Geschlechtsverkehres
schmerzhaftes Wasserlassen
Vork. von endometriumähnlichem Gewebe außerh. der physiol. Schleimhautauskleidung der Uterushöhle, das ähnlichen zykl. Veränderungen unterworfen ist wie das Endometrium*; Ätiol.: nicht genau bekannt; vermutlich Folge eines kontinuierl. pathol. Tiefenwachstums od. Verschleppung u. Implantation von menstruell abgestoßenem Endometrium, evtl. auch Metaplasie von embryonalem Zölomepithel; Vork.: im geschlechtsreifen Alter; Rückbildung nach der Menopause
(lat. ablatio das Entfernen, Wegschaffen) f: Verschorfung der zumeist vor der Operation mit Medikamenten vorbehandelten Gebärmutterschleimhaut mittels versch. Koagulationstechniken (z. B. Laserablation, Hydrothermablation, Roller-Ball-Koagulation; Ind.: zur organerhaltenden Behandlung bei therapieresistenter rezidiv. starker Blutung bzw. sonstiger Blutungsstörungen
Hyperplasie (s.dort) der Gebärmutterschleimhaut.
Schleimhaut der Gebärmutterhöle; besteht aus einschichtigem hohem Epithel sowie der gefäß- u. zellreichen Lamina propria aus retikulärem Bindegewebe mit tubulären Drüsen; Unterteilung in die der Muskulatur benachbarte Basalis (Regenerationsschicht) u. die den zyklischen hormonalen Veränderungen unterworfene Funktionalis. Bei Eintritt einer Schwangerschaft entwickelt sich die Funktionalis zur Dezidua.
Ausleuchtung u. Inspektion von Körperhohlräumen u. Hohlorganen mit Hilfe eines Endoskops; als diagnostische E. mit der Möglichkeit zur Entnahme einer Gewebeprobe (Biopsie*) zur histol. Untersuchung
(lat. esse.ntia Wesen): 1. idiopathisch, wirklich, selbständig; z. B. als Attribut eines Krankheitsbildes, für das es keine erkennbaren Urs. gibt; 2. (biochem.) Eigenschaft lebensnotwendiger Nahrungsstoffe, die zugeführt werden müssen, da sie im Organismus nicht synthetisiert werden; z. B. Vitamine*, best. Aminosäuren* u. Fettsäuren*, Mineralstoffe (v. a. Na , K , Ca2 , Cl- u. PO43-) sowie Spurenelemente.
ET = Estrogentherapie oder auch Östrogentherapie
HT = Hormontherapie
Fraktur (lat. fra.ngere, fractum brechen, zerbrechen) f: Knochenbruch, Kontinuitätsunterbrechung eines Knochens unter Bildung von Fragmenten (Bruchstücken);
(lat. gestare tragen; -gen) n pl: Stoffklasse von synthet. Hormonen mit z. T. ähnlichen Wirkungen wie das physiol. Gelbkörperhormon Progesteron(siehe dort)
Abk. für (engl.) human chorionic gonadotropine; menschl. Choriongonadotropin.HCG unterhält das Corpus* luteum in der Schwangerschaft u. regt die Steroidhormonproduktion an, bis diese von der fetoplazentaren Einheit* übernommen wird. Der qualitative immun. Nachweis im Harn u. im Blutserum (RIA, ELISA) dient als Schwangerschaftstest; abfallende od. verminderte HCG-Werte deuten auf Abortus imminens, Extrauteringravidität, drohende Frühgeburt, Missed abortion, intrauterinen Fruchttod od. eine Gestose, erhöhte HCG-Werte auf Mehrlingsschwangerschaft od. dd auf Trophoblasttumoren hin. Therap.
HERS war eine amerikanische randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie zur Wirkung einer kontinuierlich-kombinierten Hormontherapie (= KKHT; 0,625 mg konjugierte equine Östrogene [CEE] + 2,5 mg Medroxy-Progesteron- Acetat [MPA]/Tag) bei postmenopausalen Frauen (n = 2763) mit dokumentierter koronarer Herzkrankheit (KHK). Das mittlere Alter betrug 67 Jahre (5579 Jahre). Die ursprüngliche Studie (HERS I) endete nach einer mittleren Beobachtungszeit von 4,1 Jahren. Da eine Posthoc- Analyse ein mögliches höheres Risiko von koronaren Ereignissen im ersten Jahr, aber ein vermindertes Risiko in den Jahren 3 bis 5 suggerierte, wurde die Studie offen (HERS II) fortgesetzt. Dazu wurden die Teilnehmerinnen gebeten, mit ihrer zugeteilten Behandlung fortzufahren (entweder KKHT oder keine aktiven Hormone). Insgesamt führten 93% der ursprünglichen HERS- Teilnehmerinnen (n = 2321) ihre Behandlung für zusätzliche 2,7 Jahre weiter (totale mittlere Dauer 6,8 Jahre). Der Anteil der Frauen, die mindestens zu 80% ihre Hormontherapie (HT) befolgten, nahm von 81% im 1. Jahr auf 45% im 6. Jahr ab; in der Placebogruppe stieg die Einnahme einer HT von 0% im 1. auf 8% im 6. Jahr an.
verstärkte, dem männl. Behaarungstyp entspr. Pubes-, Körper- u. Gesichtsbehaarung bei Frauen.
sog. numerische Hypertrophie; Vergrößerung eines Gewebes od. Organs durch Zunahme der Zellzahl bei unveränderter Zellgröße; wird z. B. durch vermehrte funkt. Belastung od. hormonelle Stimulation verursacht u. ist im Ggs. zur Neoplasie nach Wegfall des entspr. Stimulus reversibel.
Entfernung der Gebärmutter.
Methode zur Inspektion der Gebärmutterhöhle sowie i. R. hysteroskop. Op. zum Einbringen von Instrumenten durch das Endoskop
(In-*; lat. fe.rtilis fruchtbar) f: Unfähigkeit, eine Schwangerschaft bis zu einem lebensfähigen Kind auszutragen.
die Schlagstärke od. Kontraktionskraft des Herzmuskels beeinflussend.
lat. vasculum kl. Gefäß): Herz u. Gefäße betreffend.
Klimakterium (gr. klimakth´r kritischer Punkt im menschl. Leben) n: Klimax, Wechseljahre der Frau; Übergangsphase ab dem Beginn unregelmäßiger Blutungen bis hin zur Postmenopause, bedingt durch das Erlöschen der zykl. Ovarialfunktion; die letzte Menstruation (Menopause) fällt in diese Zeit. Etwa die Hälfte aller Frauen leidet im K. unter Beschwerden (s. Menopausensyndrom), die evtl. behandlungsbedürftig sind.
Kognition (lat. cogni.tio Erkennen) f: (psychol.) allg. Bez. für den Komplex von Wahrnehmung, Denken, Erkennen, Erinnern usw.; Störungen kognitiver Funktionen, z. B. als Gedächtnisstörung, Denkstörung, Unfähigkeit zur Abstraktion od. sog. Rigidität mit Festhalten an einer Überzeugung, kommen z. B. bei Schizophrenie, Demenz od. org. Psychose vor.
CO; kurz Kohlenoxid; in reinem Zustand farb-, geruch- u. geschmackloses, brennbares, giftiges, mit Luft gemischt explosibles Gas; Vork.: in Erd- u. Grubengasen, industriell als Generatorgas, Stadt- bzw. Kokereigas (Leuchtgas), in Auspuffgasen von Ottomotoren, bei unvollkommener Verbrennung von Kohle u. Holz.
Darm und Enddarm
akute od. chronische Entz. der Scheide(Vagina), häufig zus. mit Entz. des Scheideneinganges(Vulva)>> (Vulvovaginitis);
Prä|servativ (Prä-*; lat. servare unversehrt erhalten, behüten) n: syn. Kondom; mechan. Mittel zur Kontrazeption aus dünnem Kautschuk (Latex), das zum Geschlechtsverkehr über den Penis gestreift wird (oft mit Gleitmitteln od. Spermiziden versehen). Ein Vorteil der P. ist ein gewisser Schutz gegen die Übertragung von Geschlechtskrankheiten, heute insbes. auch von HIV. Nach neueren Statistiken ist die Zuverlässigkeit bei Verwendung von Markenpräservativen vor Erreichen des Verfalldatums u. bei korrekter Handhabung rel. hoch; Bei Latexallergie kann ein Kontaktekzem entstehen.
gr. Kegel f: syn. Portiokonisation, Zervixkonisation; Entnahme einer konusförmigen Gewebeprobe aus der Portio uteri zur histol. Untersuchung;
Gegenanzeige; Umstand, der die Anw. eines diagn. od. therap. Verfahrens bei an sich gegebener Indikation* in jedem Fall verbietet (absolute K.) bzw. nur unter strenger Abwägung sich dadurch ergebender Risiken (relative K.) zuläßt
Empfängnisverhütung zur Familienplanung
syn. Carcinoma corporis uteri, Endometriumkarzinom; bes. in der Postmenopause vorkommendes Karzinom des Corpus uteri, bei jüngeren Frauen oft in Zus. mit einem polyzystischen Ovarialsyndrom auftretend. Die Häufigkeit hat in den letzten Jahren stark zugenommen, es ist heute ebenso häufig wie das Zervixkarzinom.
Bauchspiegelung; Inspektion der Bauchhöhle mit einem starren Spezialendoskop (Laparoskop), das unter sterilen Kautelen meist in Vollnarkose, paraumbilikaler Stichinzision u. Gasinsufflation (CO2, Luft) mittels Veress*-Nadel in die Bauchhöhle eingebracht wird;
Abk. für intrauterine device; auch Intrauterinpessar. Beim lost IUD handelt es sich um eine Spirale, bei der bei der gynäkologischen Untersuchung der Faden nicht mehr zu finden ist
Brustkrebs
Meno|pause (; gr. pausis Ende) f: Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation, der retrospektiv ein Jahr lang keine weitere ovariell gesteuerte uterine Blutung folgt; meist zw. dem 45. u. 50. Lj. Vgl. Klimakterium, Postmenopause.
= Mifepriston, auch RU 486; Antigestagen mit fünfmal stärkerer Affinität zu Progesteronrezeptoren als Progesteron
gebräuchliche Bez. für Einphasenpillen mit niedrigem Hormongehalt (Tagesdosis <50 mg Östrogen) zur hormonalen Kontrazeption.
Bez. für eine möglichst schonende u. wenig belastende Operationstechnik unter Verzicht auf eine breite Eröffnung von Körperhöhlen durch Einsatz von Endoskopen u. extrem verkleinerten Instrumenten;
gebräuchliche Bez. für ausschl. Gestagene enthaltende Hormonpräparate zur hormonalen Kontrazeption* ohne Ovulationshemmung.
Einphasenpräparate
(lat. mortalitas das Sterben) f: Sterblichkeit; Sterbe- bzw. Mortalitätsziffer: das Verhältnis der Anzahl der Sterbefälle zum Durchschnittsbestand der Population.
Uterusmyom; gutartige Muskelgeschwulst (Leiomyom, Fibromyom, auch Adenomyom) des Uterus* mit östrogenabhängigem Wachstum (nach dem Klimakterium oft Spontanrückbildung), oft multipel auftretend (sog. Uterus myomatosus); Vork.: bei ca. 20 % aller Frauen nach dem 30. Lj.;
Neubildung von Gewebe.
sog. Juckflechte; Bez. für eine nicht übertragbare Entzündungsreaktion der Haut mit Juckreiz;
Alkaloid in der Tabakpflanze (Nicotiana tabacum;), wirkt an der postsynaptischen Membran der Ganglien in kl. Konzentrationen erregend, in größeren lähmend (Ganglienblocker); tödliche Dosis bei oraler Aufnahme ca. 1 mg/kg KG (in 3-5 Zigaretten enthalten); vom N. gelangen ca. 30 % in den Rauch, davon werden ca. 5 % bei Mundrauchen von Zigaretten, 70 % bei mäßigem Inhalieren, 95 % bei kräftigem Inhalieren u. 60 % beim Mundrauchen von Zigarren resorbiert; schneller Abbau im Organismus (Halbwertzeit 2 Std.); bei wiederholter Zufuhr Gewöhnung (Raucher zwei- bis dreimal weniger empfindl. als Nichtraucher); es besteht ein Zusammenhang zwischen Nikotinaufnahme während der Schwangerschaft u. der Häufigkeit von Mangelgeburten. Nikotin geht in die Muttermilch über.
Steroidhormone Bildung in den Ovarien (v. a. in den Follikeln, daher die frühere Bez. Follikelhormone), während der Schwangerschaft auch in der Plazenta, in geringen Mengen in der Nebennierenrinde u. in den Hoden; Halbwertzeit der natürlichen Ö. ca. 60-90 Min. Die wichtigsten physiologischen Ö. sind Östradiol, Östron u. Östriol. Die biol. Aktivität nimmt in der genannten Reihenfolge um jeweils etwa den Faktor 3 ab. Alle Vorgänge der weibl. Reproduktion werden durch Ö. und Gestagene gesteuert
Erkrankung des Skelettsystems mit Verlust bzw. Verminderung von Knochensubstanz u. -struktur u. erhöhter Bruchanfälligkeit; Ätiol.: primäre O.: bisher weitgehend ungeklärt, als Teilfaktoren bei der postmenopausalen u. senilen O. sind Östrogenmangel u. Immobilisation bekannt;
(lat. ovarium Eierstock) n: Eierstock
Durchbruch, Durchbohren; Eröffnung einer geschlossenen Körperhöhle od. Struktur, meist eines Hohlorgans; 1. spontan inf. nekrotisch-entzündlicher Gewebeschädigung (z. B. Magenperforation*,
durch den Mund; z. B. die Einnahme von Arzneimitteln (per os).
Vorkommen im Pflanzenzellsaft in gelöster, glykosidischer Form, in meist methoxylierter Form als nichtflüchtige Komponenten in Sekretgängen, Holzparenchym od. Blättern
(lat. placebo ich werde gefallen) n: sog. Scheinmedikament; pharmak. unwirksame, indifferente Substanz; Verw.: um einem subjektiven Bedürfnis nach medikamentöser Ther. zu entsprechen u. i. R. der klin. Erprobung neuer Medikamente (Doppelblindversuch); i. w. S. jede Maßnahme ohne naturwissenschaftl. Wirkungsnachweis, die ein besseres Befinden des Pat. bewirkt.
Mutterkuchen, Nachgeburt (wird nach der Geburt der Frucht ausgestoßen); scheibenförmiges Organ von 15-20 cm Durchmesser, 2-4 cm Dicke u. ca. 500 g Gewicht;
Polyp (gr. polu«pouV Vielfüßler, Tintenfisch) m: Bez. für eine Schleimhautvorwölbung in das Lumen eines Hohlorgans ungeachtet ihres histol. Aufbaus od. ihrer Dignität; in Abhängigkeit von der Wuchsform werden gestielte, breitbasige u. taillierte P., entspr. der Histol. epitheliale (Adenom, Karzinom) u. mesenchymale P. (Lipom, Leiomyom, Fibrom, Neurinom, Leiomyosarkom) unterschieden.
Gelbkörperhormon; bereitet den Organismus auf eine Schwangerschaft vor, schafft wichtige Voraussetzungen für Befruchtung und Einnistung des befruchteten Eis in die Gebärmutter; hat schwangerschaftserhaltende Wirkung
schützenden
Abschnitt des Klimakteriums vor dem Ausbleiben der blutungen mit unregelmäßiger Menstruation.
Wiedereinlagerung von Wasser
(engl. random Zufall): (statist.) Zufallszuteilung; Verfahren zur Ausschaltung von systemat. Fehlern od. Einflüssen für die statist. Auswertung; bei der Durchführung von Therapiestudien durch strikte Zufallszuteilung von Pat. auf Behandlungs- u. Kontrollgruppen.
Re|sektion (lat. resecare weg-, zurückschneiden) f: op. Entfernung von (kranken) Organteilen mit dem sogen. Resektoskop
Schaum|ovulum: schaumbildende, spermienabtötende Arzneiform zur Einführung in die Vagina.
wiederverwendbares mechanisches Mittel zur Kontrazeption; besteht aus einem Gummidiaphragma mit federndem Außenring, das jeweils bis zu 6 Std. vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt wird; meist wird zusätzlich ein spermienabtötendes Gel aufgetragen; nach dem Geschlechtsverkehr sollte das Sch. noch mind. 6-8 Std. in situ verbleiben; keine NW bekannt; rel. zuverlässig
sog. Schmerfluß; gesteigerte Sebumproduktion der Talgdrüsen bes. am behaarten Kopf, im Gesicht u. im Bereich der vorderen u. hinteren Schweißrinne. Sympt.: ölige Beschaffenheit der Haut (Seborrhoea oleosa) bzw. kleieförmige, fettige Schuppung (Seborrhoea sicca).
sog. Beruhigungsmittel; Substanzen, die relativ unspezif. eine dämpfende Wirkung auf das Zentrale Nerven System haben; z. B. Tranquilizer >s.dort
Geschlechtshormone; Steroidhormone, die der Geschlechtsfunktion (Fortpflanzung) dienen u. die Ausbildung der männl. u. weibl. Geschlechtsmerkmale verursachen; Einteilung: 1. weibliche S.: Östrogene u. Progesteron (Gestagene), werden im Ovarium, in der Plazenta, in geringen Mengen auch in der Nebennierenrinde u. im Hoden sowie in der fetoplazentaren Einheit gebildet; 2. männliche S.: Androgene, insbes. das Testosteron, werden in den Leydig-Zwischenzellen der Hoden, in geringem Maß auch im Ovarium u. in der Nebennierenrinde gebildet. Die Synthese u. Ausschüttung der S. wird durch Rückkopplung im Hypothalamus-Hypophysen-System gesteuert; S. umfassen i. w. S. auch die Gonadotropine u. Releasing-Hormone.
Differenzierung zu reifen Spermien
lat. substituere ersetzen
Zerstörung von Gewebebezirken durch Erhitzung mittels mono- od. bipolaren Diathermiestrom;
vollständiger od. teilweiser Verschluß von Arterien u. Venen
durch die Haut hindurch; z. B. transdermale Medikamentenapplikation durch wirkstoffabgebende Pflaster.
(engl. to tranquilize beruhigen) m pl: syn. Tranquillanzien, Anxiolytika, Ataraktika; 1. T. i. e. S., minor tranquilizer: chem. heterogene Gruppe von Substanzen, die je nach Wirkstoff od. Dosierung eine beruhigende, angstlösende, schlaffördernde, zentral muskelerschlaffende od. krampfhemmende Wirkung haben. Häufig verwendete Substanzklassen sind insbes. Benzodiazepinderivate
Entzündung der Harnblase und der Harnröhre
Gebärmutter; muskelstarkes, birnenförmiges Organ zw. Blase u. Enddarm; in nichtschwangeren Zustand maximal 7-9 cm lang.
Ultraschalluntersuchung durch die Scheide
Krampfaderbruch; variköse Veränderungen der den Plexus pampiniformis bildenden Vv. testiculares; häufigstes Auftreten zw. 15. u. 25. Lj., meist links, da hier die V. testicularis rechtwinklig in die V. renalis einmündet (die re. V. testicularis mündet spitzwinklig in die V. cava inf.). Zur Entstehung: s. Tab.; Ind. zur Op.: Oligozoospermie od. OAT*-Syndrom bei Infertilität (Kinderwunsch), Schmerzen;
Ther.: Unterbindung der V. testicularis nach Pararektal-, Inguinal- od. Lumbalschnitt mit anschließender Sklerosierung.
lat. dilatatio Erweiterung, Ausdehnung) f: auch Vasodilation; Erweiterung der Blutgefäße, aktiv z. B. bei Erschlaffung der Gefäßmuskulatur, passiv durch vermehrtes Blutvolumen.
Scheideneingang und Scheide
Die WHI wurde 1993 als amerikanische NIH-gesponsorte, multizentrische Studie begonnen. Sie besteht aus drei in sich zusammenhängenden klinischen Studien und einer Beobachtungsstudie bei anscheinend gesunden postmenopausalen Frauen zwischen 50 und 79 Jahren (mittleres Alter 63,2). Von den kontaktierten 373 000 Frauen waren nur 5% bereit, an der Studie teilzunehmen, so dass diese für die Gesamtbevölkerung nicht repräsentativ ist. Bei Studienbeginn litten 7,7% an einer kardiovaskulären Erkrankung, gut 35% an einer behandelten oder unbehandelten arteriellen Hypertonie und über 25% nahmen entweder Statine oder Aspirin ein. Die randomisierte, doppelblinde placebokontrollierte Homormonstudie innerhalb der WHI besitzt neben dem Placeboarm (n = 8102) einen Arm mit KKHT (0,625 mg CEE + 2,5 mg MPA/Tag) bei Frauen mit intaktem Uterus (n = 8506). Eine dritte Gruppe bei Frauen nach Hysterektomie erhält CEE allein (n = 10739). Von den Frauen mit KKHT waren 33,4% zwischen 50 und 59 Jahre alt, 45,3% zwischen 60 und 69, und 21,3% zwischen 70 und 79. Der KKHT-Arm wurde im Juli 2002 nach einem mittleren Follow-up von 5,2 Jahren beendet, da nach dem amerikanischen «Data and Safety Monitoring Board» (DSMB) die Summe der Risiken den Nutzen überstieg. Bei Studienende betrug die Drop-out-Rate für KKHT 42%, für Placebo 38%. Der ET-Arm wird fortgeführt, da das DSMB unter 0,625 mg CEE/Tag kein Überwiegen der Risiken über den Nutzen feststellte. Ebenso werden andere Teilstudien weitergeführt, welche Gedächtnis, Demenz, Ernährung mit niedriger Fettzufuhr und die Bedeutung von Kalzium und Vitamin D beurteilen.
Verminderung od. Unterbrechung der Durchblutung des Gehirns
ein- od. mehrkammeriger, durch eine Kapsel abgeschlossener sackartiger Tumor mit dünn- od. dickflüssigem Inhalt;